30.07.2015
Invermere
Etwa 15km südlich von Radium Hotsprings liegt die kleine Stadt Invermere direkt am Windermare Lake. Im Zentrum befinden sich viele Läden, Kunstgewerbe, Galerien und Restau-rants, die zum unbeschwerten Bummeln einladen. Das, was einem gefällt, ist entweder zu teuer oder zu schwer, um es im Koffer nach Deutschland mitzunehmen. Schade, hier war so einiges dabei, was ich gern zuhause gesehen hätte.
Nach dem Bummel sind wir dann am Strand des James Chabot Provincialpark im Winder-mere Lake baden gegangen. Hier ist der Strand ein Paradies für Kinder, sehr flach, und man muss schon weit reingehen, bis man schwimmen kann.
31.07.2015
Reiseplanung
Wir haben es lange vor uns hergeschoben, aber irgendwann musste es ja mal gemacht werden, wie läuft unsere Reise jetzt weiter, nach dem Osten, noch Kilometer schrubben, oder bleiben wir im Westen und gehen es gemütlich an. So haben wir fast den ganzen Tag im Schatten unserer Hütte gesessen und nach Campingplätzen gesucht, und rumgetüftelt.
Am Ende waren wir zufrieden mit dem Ergebnis. Seht in den nächsten Beiträgen, was raus-gekommen ist.
01.08.2015
Radium Hotsprings nach Marple Canyon Park
Früh am Morgen ging’s dann los, wir hatten für die nächsten zwei Tage noch nichts vorgebucht, in den canadischen Nationalparks gibt es viele Campingplätze, bei denen man nicht reservieren kann, first come, first serve, ist hier die Devise.
So haben wir auf die Schilder am Straßenrand geschaut, und den staatlichen Platz Marple Canyon Park gefunden. Hier in den Nationalparks gibt es keine privaten Campingplätze, ent-weder man kann diese über die offizielle Webseite buchen oder eben, wer zuerst da ist, der bekommt den Stellplatz.
Eine Schotterstraße führte über den Vermilion River zu dem Campingplatz mit etwa 50 Stell-plätzen. Jeweils sechs sind ringförmig angeordnet. Bei unserem ersten Versuch sind wir fast in den engen Kurven stecken geblieben. Danach haben wir die Plätze zunächst zu Fuß erkundet und einen kleinen aber ausreichenden Platz gefunden.
Am Nachmittag haben wir eine kurze aber grandiose Wanderung im Marple Canyon ge-macht. Das Wasser hat sich eine tiefe enge Schlucht in den Felsen gefressen, teils über 75m tief und so eng, dass man den Fluss am Grund nicht sehen konnte. Oberhalb des Wasserfalls haben wir unsere Füße in dem eiskalten Wasser gebadet, eine herrliche Erfrischung bei der Hitze im glühenden Sonnenschein.
Danach führte unser Weg zu den Paint Pots, der Boden war in den Farben von ocker bis rostrot gefärbt, grüne Tümpel, als ob sie künstlich gefärbt wären, säumten den Weg. Hier haben die Indianer den farbigen Lehm ausgegraben, gebacken, zerstampft und zum Färben der Tipis und zur Kriegsbemalung verwendet. Es hätte ein noch viel schönerer Spaziergang werden können, wenn uns hier nicht Bataillone von Bremsen attackiert hätten.
Weiter ging’s zu den Numa Falls, die Fälle waren nicht hoch, führten aber viel Wasser. Leider konnten wir sie nicht richtig sehen, da eine Brücke unterhalb der Fälle weggespült war.
02.08.2015
Stanley Glacier Trail
Etwas weiter nach Norden auf dem Highway 93 findet man einen Trail zu dem Stanley Gla-cier. Zunächst geht es in engen Serpentinen auf einem über 2km langen Trail etwa 300m steil nach oben, dann geht es noch weitere 3km weiter mäßig eben bis zu den Gletschern. Zunächst hatten wir einen grandiosen Blick auf die unter uns liegende Ebene, dann lag der Gletscher mit seiner imposanten Größe vor uns.
Die Anstrengung auf dem Weg hin hat sich aber gelohnt, zumal wir unterwegs unsere heißgelaufenen Füße im Gletscherwasser kühlen konnten.
03.08.2015
Marple Canyon nach Banff
Eine gut ausgebaute teils mehrspurige Straße führte uns zu unserem nächsten Zsindiel, dem Campingplatz Tunnel Mountain Village II. Für einen Provincialpark die Stellplätze sehr eng, wie geparkte Autos am Straßenrand sehen sie aus. Normalerweise findet man in diesen Parks große Stellplätze, oft sieht man seine Nachbarn nicht, so weitläufig sind sie unter Bäumen angeordnet.
Nach dem Aufbau sind wir nach Banff gefahren, um einen Bummel durch Banff Downtown zu unternehmen. In der Innenstadt folgten uns ständig unglaublich appetitanregende Essensgerüche. Menschenmassen strömten durch die Stadt, die Autos schlichen im Schritttempo auf den Straßen, wie in einer Großstadt in der Rush Hour.
Etwas oberhalb der Stadt liegen die Cascade Gardens, die Anfang des 20. JH gebaut wurden und derzeit total neu gestaltet werden. Sie umgeben das Administrationsgebäude der canadi-schen Nationalparks. Hier bei Banff wurden die ersten Parks gegründet, zunächst als einzel-ne Einheiten, die später alle vom Staat übernommen und verwaltet wurden.
Das Highlight unseres heutigen Ausflugs war das Fairmont Banff Springs Hotel, in einer herrlichen Lage über Banff gelegen, bieten seine Terassen einen grandiosen Ausblick über das Tal des Bow Rivers.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir zu den Bow River Falls, die unterhalbe des Hotels gele-gen sind. Auf einer Breite von mindestens 30m stürzt der Fluss knapp 10m in die Tiefe.
04.08.2015
Banff
Am Vormittag sah das Wetter noch recht freundlich aus, es war warm, sonnig und ein wenig bewölkt.
Unser erstes Ziel heute waren die Upper Hotsprings, wo um 1886 ein Bewegungsbad gebaut wurde, das leider in 1890 ausgebrannt ist. Das Gebäude wurde erst in 1930 wiederaufgebaut, immer wieder renoviert, und sind bis heute noch sehr gut erhalten. Die heißen Quellen hier sind stark schwefelhaltig, der aber vor dem Einleiten ins Bassin fast komplett herausgefiltert wird.
Weiter auf den Spuren der heißen Quellen haben wir die Cave & Basin National Historic Site besucht, das ist eine heiße Quelle, die in einer Höhle entspringt. Entdeckt wurden die drei Quellen um 1880, ein Badehaus wurde erstmalig in 1887 dort errichtet. Baden ist hier nicht mehr erlaubt, man kann die Höhle und die Replik des ursprünglichen Badehauses besichti-gen.
Während wir die Quelle besucht haben, fing es tüchtig an zu regnen, dann gewitterte es, ein Blitz folgte dem anderen und der Donner rollte durch das Tal, und so haben uns die Wetter den übrigen Tag in unseren RV verbannt.
Die Bilder werde ich einem separaten Artikel bringen.